Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 10.07.2008, 08:15 Titel:
Ich für meinen Teil fahre privat schon viel weniger als früher. Es wird schon bei der Freizeitgestaltung darauf geachtet was wir machen. Öfter wirds halt ein Ausflug mit dem Fahrrad als irgendeine Ausfahrt mit dem Auto. Ich habs mir mal ausgerechnet, dass die jährliche Fahrleistung (im privaten Bereich) die letzten 3 Jahre um ca. 4.000 km im Jahr weniger geworden ist.
Ich fahr auch eindeutig weniger - wegen einer Dose Farbe bis in die Stadt wie vormals - nee. Da wartet man eben, bis man bisschen mehr dort erledigt und hört auf für den Tag mit streichen. Und nächstes Jahr leg ich mir einen bisschen wetterschützenden 4-Takt-Roller zu. Darf meinen Chopper nicht gg. einen 125er Roller tauschen (Frauchen) - wird es eben vielleicht ein 50 ccm-er. Wird sicher was leicht illegales untenrum, weil man mit Simson Suhl groß wurde. Ich eier doch nicht mit 45/50km/h herum - zumal mit den jaulenden Automaten. Hat wer einen Tipp? Darf nicht über 2000 kosten. Am liebsten wäre mir ja doch ein 125er Yamaha City-Großradroller mit sauberen 15PS - aber eben neu über 3800 €. Darf Frauchen auch fahren und außer TÜV/AU kostet sowas auch nicht mehr als die Versicherung fürs Moped. Aber die Armut lässt es sicher nicht zu....
Und ich bremse mein Fahrvergnügen - man schafft es tatsächlich. Also durchaus mal Hirnis vorbei lassen und bei Dienstende heimbummeln - ohne natürlich zu behindern. Hab bloß dann das Problem, dass ich ersatzweise laut Musik höre und dabei bald in Slalom geraten will - nach dem Motto "ach wie isses heute wieder scheeen". Fahr dadurch seit letzten Freitag ohne dass der erste Balken im BC verschwindet. Für mich sind 8,0 als Schnitt über viele hundert Km persönlicher Rekord.
Hallo Skull&Bones.
bei dieser Umfrage trifft für mich keines der 3 zu,
es fehlt noch eine Auswahlmöglichkeit!
Und zwar:
Fahre bedachter (Spritsparender) und zurückhaltender.
Auf der Autobahn wen es die Zeit erlaubt nicht über 120 km/h
und nur wenn notwendig das Gaspedal durchdrücken.
In der Stadt etwas langsamer beschleunigen, frühzeitig hochschalten und baldmöglichst vom Gas gehen.
Ohne dabei zum Hindernis zu werden!
Die Motorbremse so oft möglich mit benutzen (nicht auskuppeln und mit dem Pedal Bremsen)
sonder mit eingelegtem kleineren Gang den Motor bremsen lassen.
Anhängerfahrer wissen was ich meine.
Bin am Wochenende vom Kurzurlaub zurückgekommen und habe mit dieser
Fahrweise bei meinem 105PS Benziner einen Verbrauch von 6,19 l/100km
geschafft.
In der Stadt kann ich mit dieser Fahrweise etwa 1,5 Liter auf 100 einsparen.
http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/186499.html
Leider gehen mir aber doch noch hin und wieder die Pferde
durch und die Vorsätze zurückhaltend zu fahren sind vergessen.
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 11.07.2008, 08:39 Titel:
Eine derartige Fahrweise habe ich mir ohnehin schon seit Jahren angewöhnt, hat für mich nichts mit den Spritpreisen zu tun. Ist ja nicht nur für den Verbrauch von Vorteil sondern wirkt sich auch positiv auf den Verschleiß aus und beschert einem länger ein sorgenfreies Autoleben.
All die Ratschläge aus den Medien um Sprit zu sparen sind von mir schon lange befolgt worden. Irgendwann ist das aber ausgereizt! Wie eine vollkommen leere Zahnpasta-Tube. Da kann man drauf drücken bis die Adern platzen oder noch mit dem Hammer drauf hauen; es kommt nichts mehr raus!!
Irgendwann ist also Schluss und dann fühlt man sich diesen Abzockern und Spekulanten wieder hilflos ausgeliefert. Selbst wenn man nur noch 1 Liter verbrauchen sollte, bringen es die fertig, diesen Liter für 10 Euro zu verkaufen. Es ist einfach zum Kotz... Die Gier des Menschen, andere auszunehmen, ist leider grenzenlos.
Einmal "lieber Gott spielen" dann wüsste ich, was ich täte>>>>>>
Ein Aufsichtsratsvorsitzender eines führenden Ölkonzerns, ein Hauptverantwortlicher der Spekulanten-Mafia und ein Vertreter der Förderländer und dieses hier:
Ihr könnt mir glauben, die Preise würden nur so purzeln.
Wie heisst es so schön in dem gelungenen Dacia-Werbe-Video:
It´s time for another revolution Che...
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 11:43 Titel:
Klar, habe ich verstanden.
Hast ja recht, was da abgeht ist unter aller Sau.
Aber die Not macht uns hoffentlich alle erfinderisch.
Wenn nur die Politiker die sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigen uns keinen Strich durch die Rechnung machen.
Die energieproduzierenden Ländern lachen sich doch ins Fäustchen wenn sie sehen, wie wir uns selbst die Energiehähne zudrehen:
Atomkraft soll auslaufen, Gruben werden geschlossen, keine Kohlekraftwerke mehr.
Höchstens Gaskraftwerke. Aber bitte mal, woher kommt das Gas? Russland. Und wie die ihre Kunden erpressen ist ja schon hinlänglich bekannt.
MP Müller im Saarland: Kohle darf nicht unter Gefährdung des Lebens gefördert werden. Ja, bei uns im Saarland. Und was ist mit den beschissenen Arbeitsbedingungen in China und Indien. Da dürfen die Kumpels arbeiten unter Gefährdung des Lebens für die billige Importkohle.
Und der Strom für die Elektroautos kommt natürlich aus der Steckdose.
Null-Emmission! Wenn ich das nur lese oder höre!!!
welches wäre Deine Strategie als "Gott" mit der endlichen Reserve Erdöl?
Kleiner Preis und rationieren? Dann sollte der Europäer aber genausoviel bekommen wie der Sudanese und der Ami soviel wie der Simbabwer. Was wenn es dann tatsächlich keine Reserven gibt?
Meiner Meinung nach ist es ein Irrglaube, dass es sich um eine Spekulationsblase handelt. Die Nachfrage ist gigantisch gestiegen und es ist absehbar, dass es bald kein Öl mehr gibt. Und wenn die Reserven schwinden, dann steigt der Preis. Das freut Ölkonzerne und Spekulanten, aber die setzen den Trend nicht, die nutzen ihn nur aus.
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 12:08 Titel:
Jau, falke, recht so.
Die Sonne strahlt in 8 Minuten soviel Energie auf die Erde, wie in einem Tag auf der Erde verbraucht wird.
Wenn sich die Leute da mal Gedanken machen würden, wie ich diese Energie nicht nur einfange, sondern auch speichern oder übertragen könnte!!!
Wird ja, aber ist noch zu teuer! Wird aber mehr und mehr konkurrenzfähig je mehr Öl und Gas und Kohle teurer werden. Und dann gehen auch die Emmissionen zurück.
welches wäre Deine Strategie als "Gott" mit der endlichen Reserve Erdöl?
Kleiner Preis und rationieren? Dann sollte der Europäer aber genausoviel bekommen wie der Sudanese und der Ami soviel wie der Simbabwer. Was wenn es dann tatsächlich keine Reserven gibt?
Meiner Meinung nach ist es ein Irrglaube, dass es sich um eine Spekulationsblase handelt. Die Nachfrage ist gigantisch gestiegen und es ist absehbar, dass es bald kein Öl mehr gibt. Und wenn die Reserven schwinden, dann steigt der Preis. Das freut Ölkonzerne und Spekulanten, aber die setzen den Trend nicht, die nutzen ihn nur aus.
Gruss
der falke
Klar ist die Nachfrage gestiegen, aber selbst vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, das mindestens 30 Prozent der Preissteigerungen den mafiösen Spekulanten anzurechnen ist. Und diesen Brüdern muss international mit scharfen Gesetzen das Handwerk gelegt werden. Selbst in Amerika bahnt sich da ein Umdenken an
Die greifen uns in die Tasche und ziehen das letzte aus uns raus. Ob die Wirtschaft dabei drauf geht, ist denen doch egal. Und ob irgendwo in Afrika kein Sprit für lebensnotwendige Wasserpumpenmotoren zur Verfügung steht, ist denen auch Wurscht. Also muss man den Kameraden mal gewaltig auf die Finger hauen. Das sind in meinen Augen moderne Raubritter, die (noch) ungestraft ihre gierigen Tentakel ausstrecken.
Jeder, der in einem Kaufhaus eine Tafel Schokolade mitgehen lässt, wird belangt. Aber diese Raubritter machen Kasse und lachen sich noch eins.
Und Ölvorkommen sind zwar auf lange Sicht endlich, aber selbst nach Expertenmeinungen derzeit noch genügend vorhanden.
Meiner Meinung nach ist es ein Irrglaube, dass es sich um eine Spekulationsblase handelt. Die Nachfrage ist gigantisch gestiegen und es ist absehbar, dass es bald kein Öl mehr gibt. Und wenn die Reserven schwinden, dann steigt der Preis. Das freut Ölkonzerne und Spekulanten, aber die setzen den Trend nicht, die nutzen ihn nur aus.
Gruss
der falke
nur derzeit wird mehr gefördert/ produziert als verbraucht/ gekauft wird!
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 11.07.2008, 13:43 Titel:
Es stimmt einiges was hier geschrieben wird, nur darf und kann man nicht alles in einen Topf werfen. Gehen wir noch mal auf den Benzinpreis: Der Benzinpreis wurde doch seit Jahren tief gehalten, dann kam die Politik und erhöhte regelmäßig die Abgaben auf Treibstoff, somit wurde der Benzin immer teurer, obwohl sich netto nicht viel geändert hat. Dies alles ist unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutzes geschehen und niemand hat sich darüber großartig aufgeregt. Wobei es der Umwelt deswegen auch nicht besser geht. Nimmt man über all die Jahre die Teuerungsrate als Maßstab, stellt man fest dass Benzin/Diesel nie so extrem angestiegen ist wie andere lebensnotwendige Produkte oder Güter des tägl. Bedarfs. Im Gegesatz dazu wurden andere Dinge wieder deutlich billiger (PC`s, Handys, Reisen etc.). Also irgendwo eine Umverteilung. Was man auf der einen Seite einspart geht auf der anderen wieder verloren. Die heutige Situation unterscheidet sich von der bisherigen doch nur aus der Tatsache dass die Teuerung speziell bei notwendigen Lebensmitteln sowie eben beim Treibstoff extrem ausfällt. Dies wiederum aus dem Grund weil der Bedarf an diesen Gütern durch das Wachstum in Asien gestiegen ist. Angebot und Nachfrage regelt den Preis. Wäre es nur der Benzinpreis der steigt und alles andere bliebe gleich, würde es niemanden so stark aufregen. Beim Benzin kann jeder sparen, bei Grundnahrungsmitteln wird das schon schwieriger. Was ich an dem ganzen verurteile dass in diesen Fragen die EU absolut keine Lösungen zustande bringt. Am Nettopreis können die Politiker nichts ändern, weil sich der nach marktwirtschaftlichen Richtlinien entwickelt, aber am Besteuerungssystem könnte die EU sehr wohl was machen, dass wichtige Dinge auch für nicht Besserverdiener leistbar bleiben.
Aber hier versagt die Politik auf der ganzen Linie, die kümmern sich im Moment ausschließlich auf diese bescheuerte EU Verfassung und deren Scheitern (den Iren sei dank!), anstatt sich um die elementarsten Bedürfnisse der Bürger scheren. Es ist wirklich zum ko........, was sich diese Fettär....... uns gegenüber leisten. Selbst wenn die Industrie und auch die Konsumenten einen Weg finden Energie zu sparen, dem Staat fällt dazu sicher die passende Steuer ein. Ein weiteres Unding ist die ständige Zunahme des LKW Verkehrs, anstatt man die Bahn attraktiver gestaltet für das Befördern von Gütern. Es wäre eine wesentliche Erleichterung für die Umwelt wenn ein Großteil von der Straße verschwinden täte. Aber hier wehrt sich leider eine sehr starke Frächterlobby dagegen.
Interessanterweise ist ja Flugbenzin nicht besteuert, weil es ja so wichtig ist dass man sich eine Fernreise leisten kann. Wobei so ein Flieger wesentlich mehr Treibhausgase rausbläst als ein PKW. Da stimmt mir doch was nicht. Aber das geht ja wiederum von der allmächtigen USA aus.
Sorry, Heuschreckenjäger, Du willst, dass Kapitalisten den Kapitalismus verbieten. Darauf kannst Du ewig warten. Dazu braucht es eine sozialistische Revolution und die kommt erst, wenn die grosse Masse keine Perspektive mehr hat, also nichts mehr zu verlieren. Und noch gibt es Perspektiven und die Menschen haben etwas zu verlieren. Also wird es diese sozialistische Revolution (noch) nicht geben. Als 1990 die sozialistischen Staaten allesamt zurück in die vorherige Gesellschaftsordnung kippten, wagte ich die Aussage, dass ich die nächste sozialistische Revolution noch erlebe. Damals war ich 20 und Idealist. Jetzt bin ich knapp 40 und meine Meinung hat sich noch nicht geändert, denn alles was ich erlebe, auch eben die rücksichtlose Ausnutzung der Grundbedürfnisse des Menschen (Lebensmittel, Wasser, Energie, Wohnung) und damit die zunehmende Verelendung der Massen spricht dafür. Nur wagt das keiner der Meinungsbildner zu sagen, um diese Massen nicht auf dumme Ideen zu bringen...
@ulster
davon habe ich auch gehört. Aber Börsen beziehen sich nie auf das war oder ist sondern immer nur auf wird. Und der Energiehunger der sog. Schwellenländer steigt und steigt und wird zusammen mit dem bestehenden Energie- (Erdöl-)hunger der Industriestaaten die Möglichkeiten der Energieerzeugung(Erdölförderung) übertreffen....
Wenn ausserdem soviel mehr Erdöl und Benzin mehr gefördert/erzeugt wird als verbraucht, warum hört man nicht nicht von überberstenden Lagern, die sind nämlich alle weit davon entfernt. Die Produktion ist also nur marginal grösser als der Verbrauch.
@alpendacia
kurzfristige Steuersenkungen würde die Nachfrage wieder steigern (man kann es sich ja leisten) und das Spiel fängt von vorn an. Mit Steuersenkungen kannst Du nur die Einnahmesituation der Staaten verschlechtern. was wiederum andere Fogen hat... ( Per Steinbrück sagte aus, dass der hohe Benzinpreis für den Staat ein Nullsummenspiel ist, weil der Verbrauch zurückgeht)
Die Besteuerung und Lebensmitteln ist in DE seit fast 20 Jahren bei 7% stehen geblieben. Da war der Staat mal nicht der Preistreiber Nr.1.
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 13:58 Titel:
Wir sind zu verwöhnt, haben uns einlullen lassen, von Politikern, die Angst vor der nächsten Wahl haben, haben auf Kosten der Zukunft und anderer Menschen in anderen Ländern gelebt.
Jetzt greifen die sog. Entwicklungsländer" auch mal zu und wollen ein grösseres Stück von dem Kuchen. Somit fällt für den Westen mal ein kleineres Stück ab. Recht einfach. Oder wir mühen uns und backen mehr Kuchen. Aber nicht mehr mit Öl.
Und mir mehr Einsatz. Wir leisten uns über 3 Mio. Arbeitslose. Bezahlt werden sie aber für´s Warten oder Nichtstun. Wie wäre es denn, denen für einfache Arbeit wenig Lohn (wie in Asien) zu zahlen und einen Zuschuss vom Staat, damit sie besser dastehen als ohne Arbeit?
Firmen würden in Deutschland bleiben, die Arbeitslosenversicherung ginge gegen Null, mehr Beiträge für Kranken- und Rentenversicherung kämen rein, könnten unter dem Strich gesenkt werden....
Nur - wollen müssen die Politiker mal und die Arbeitslosen natürlich auch.
Aber wie sieht es in Berlin aus? Stillstand, Taktieren, Angst vor der nächsten Wahl usw.
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 14:06 Titel:
Hallo, falke,
diese sozialistische Revolution wird es nicht geben. Da kannst Du lange warten. Du widersprichst Dir ja selbst, denn es wird immer Leute geben, die was anpacken und was leisten und dann Angst haben, es zu verlieren. Den Leuten geht es doch unterm Strich besser als vor 1989.
Lediglich jammern sie auf hohem Niveau.
Du schreibst von der Verelendung der Massen...
Meine Güte, jedem Hartz IV-Empfänger geht es heute besser als 90% der Deutschen im Jahre 1960.
Kein Handy, kein Farbfernseher, kaum Telefone, 10 Mio Fahrzeuge, heute 50 Mio. usw. usw.
Martin Luther hat mal gesagt: "Aus einem verzagten Arsch kann kein fröhlicher Furz kommen."
Ob er da an die Deutschen des Jahres 2008 gedacht hat?
Mein Vater, Heizungsbauermeister, Steuerzahler, ist 1972 an Herzinfarkt gestorben.
Heute kriegt jeder Hartz IV-Empfänger einen oder auch fünf Bypässe wenn nötig.
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 11.07.2008, 14:48 Titel:
Ja so ist es! Wir in Mitteleuropa leben größtenteils im Überfluss. Es gehört schon fast zur Grundsicherung eines jeden Menschen dass er ein TV-Gerät, ein Auto und ein Handy hat. Aber so ist halt nun mal die Entwicklung, und bevor nicht wirklich eine große Wirtschaftskrise kommt (was ich keinesfalls hoffe) wird sich daran auch nichts ändern. So brutal das auch klingt aber Menschen sind bisher erst durch Krisen oder Kriege wieder auf den Boden der Realität gekommen.
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 15:01 Titel:
Früher hat man mal gesagt: "Not lehrt beten!"
Vielleicht hilft uns "diese Krise" uns auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen. Hat man mehr, hat man mehr Probleme.
Meine Schützlinge und ihre Familien in den Philippinen machen sich kaum Gedanken über den Benzinpreis, die haben i.d.R. kein Auto.
Da macht es der Preis für Kochgas usw.
Aber eine sog. Kochkiste um die Sonnenenergie einzufangen, die auch tatsächlich funktioniert, haben sie nur bestaunt, aber auch nicht benutzt. Eher über das teure Kerosin geklagt.
Da drin brennt der Reis nicht an und wird kostenlos gar.
Sorry, Heuschreckenjäger, Du willst, dass Kapitalisten den Kapitalismus verbieten. Darauf kannst Du ewig warten. Dazu braucht es eine sozialistische Revolution und die kommt erst, wenn die grosse Masse keine Perspektive mehr hat, also nichts mehr zu verlieren. Und noch gibt es Perspektiven und die Menschen haben etwas zu verlieren. Also wird es diese sozialistische Revolution (noch) nicht geben. Als 1990 die sozialistischen Staaten allesamt zurück in die vorherige Gesellschaftsordnung kippten, wagte ich die Aussage, dass ich die nächste sozialistische Revolution noch erlebe. Damals war ich 20 und Idealist. Jetzt bin ich knapp 40 und meine Meinung hat sich noch nicht geändert, denn alles was ich erlebe, auch eben die rücksichtlose Ausnutzung der Grundbedürfnisse des Menschen (Lebensmittel, Wasser, Energie, Wohnung) und damit die zunehmende Verelendung der Massen spricht dafür. Nur wagt das keiner der Meinungsbildner zu sagen, um diese Massen nicht auf dumme Ideen zu bringen...
Gruss
der falke
Den gierigen Kapitalisten beizukommen ist natürlich sehr schwierig, vor allem wenn man an diese amerikanischen Oligarchen denkt, die (noch) die Welt beherrschen. Leider oder besser Gott sei Dank erkennen sie nicht, dass sie -wenn es so weiter geht- die Massen doch auf "dumme" Gedanken bringen.
Wenn die es weiter so übertreiben, wird es für sie nicht lange gut gehen.
Na warten wir mal ab, vielleicht erleben wir es noch. Da liegt Dacia mit dem Video genau richtig. Es ist wirklich Zeit für eine neue Revolution...
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 15:11 Titel:
Und welche Revolution soll das sein?
In China hat der Mao eine Revolution gemacht. Millionen Tote und bis vor kurzer Zeit ein Armenhaus.
In Taiwan hat der Tschang Kai Check die "Vernunft" walten lassen. Ergebnis: Zweitstärkste Volkswirtschaft nach Japan im Osten für lange Zeit.
Ja ja bis 30 will jeder irgendeine Revolution. Irgendwann danach gehen einem sogar die kleinsten Umstürze auf'n Sack - weil's eh wieder so weiter geht. Bloß anders und noch undurchsichtiger. Es gab schon so unsagbare Formulierungen wie "reinigender Krieg", den ja ernstlich niemand mehr will! "Friedliche Revolution" - ich will mich dazu lieber nicht auslassen. Das war doch ein einfacher Rückfall von einer fortschrittlich gemeinten, aber am Ende moralisch und wirtschaftlich vollständig zerschlissenen in die vorherige Gesellschaftsordnung, wie bereits richtig gesagt. Rückfall mit allen schlimmen und schönen Konsequenzen. Und mit persönlichem Rückblick kurz gesagt das geringere Übel. Es gibt ja nur den Vergleich von 1989 - danach wäre sowieso bald Schluss mit Sozialismus gewesen. Die paar Hänsel die tatsächlich auf die Straße gegangen sind, haben bereits gereicht, um was aus zu lösen. Wie es dann vor sich ging (und leider immer noch geht) ist die andere Frage. Ein dritter Weg ist bisher noch keinem eingefallen und es wird auch keinen geben. Weil sich die Humangenetik nicht in hunderten von Jahren verändert. Mir fällt immer als Versuch ein, nur den netten Kollegenkreis auf einer einsamen Insel aus zu setzen - wo sich nach und nach der wahre Geist zeigt. Der Gutmensch bleibt im Zweifelsfall immer der Dumme.
Jedem Vorredner geb ich in Teilen recht und könnte es nicht besser formulieren. Und radikale Gedanken sind auch ü50ern nicht fremd. Unterm Strich jedoch bleibt Fakt: Wir sind noch weiter schröpfbar, ohne zu verhungern oder nicht mehr zu funktionieren. Und das wissen die Verantwortlichen.
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 11.07.2008, 17:16 Titel:
Und wir haben recht hohe Ansprüche die aber nirgendwo garantiert werden. Und vor lauter Events und Urlaub und Auto usw., vergessen wir mit wie wenig man eigentlich ganz zufrieden sein könnte.
Anmeldungsdatum: 07.05.2007 Beiträge: 2673 Modell: Laura MCV 16V Marineblau
Verfasst am: 11.07.2008, 21:31 Titel:
die Deutschen sind einfach nicht streikfähig, da können wir noch bei den Franzosen etwas lernen, dieser scheißkadaver Gehorsam, da kommt so eine ständig dämlich vor sich hingrinsende Zonentussi (tschuldige Frank) wird von Birne gepuscht, und jetzt ist sie die Kanzlerin, kann man doch nur noch kotzen. Leistung null, aber niemand scheint das zu bemerken.
Diese Regierung ist genauso scheisse wie die davor. Aber anstatt den Angebern und Maulaufreißern sind jetzt die Profillosen zweite und dritte Politikergarnitur nach vorne gerückt...
Den Problemen sind die völlig hilflos gegenüber. Außer Steuern erhöhen und hier und da mal wieder ein paar Pfenning an die Wähler zurückgeben können die gar nix.
Aber das ist bei Grünen und Linkspartei genauso.
Die armen "Hartzer" regen sich auf das sie zuwenig geschenkt bekommen.
"Sozialistische Revolution"? Wieso eigentlich wir haben doch schon für Millionen von Arbeitslosen und Rentnern einen Wohlfahrtsstaat. Die regen sich nur auf weil die eben keine 3000 Euro im Monat für Konsumscheiss verjubeln können. Dann wäre es immernoch nicht genug...
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