Genau! Und ich lass auch nicht mit mir streiten, dass die Hühnereier von Hühnern, die täglich eine große Wiese haben, besser schmecken als die tadellos sauberen aus dem Supermarkt. Auch wenn da zehnmal drauf steht Bodenhaltung oder Bio. Ich weiß von Kindheit an, wie Eier aus'm Nest aussehn müssen. Die schön sauberen Eier mit drangepappten Federchen aus der Supermarktverpackung können einen nicht täuschen. Man schmeckt den Unterschied - auch wenn anders behauptet wird.
Meine Oma hat mich als kleines Kind beim Kühemelken zu den Ferkeln in die Buchte gesteckt, damit ich nicht zwischend en Rindviechern rumrannte. Oder zu den Gösseln in der Essstube neben den Kachelofen und unters Infrarotlicht. Und gespielt habe ich am liebsten neben dem Misthaufen unter einem riesigen Holunderbusch - mit den Hühnern. Beim Hausschlachten im Winter durfte ich immer mit dem Fleischbeschauer vom Veterinäramt durchs Mikroskop sehn. Und das Butterfass und die Zentrifuge durfte ich bedienen. Man wuchs mit nur frischen und natürlichen Lebensmitteln auf - auch was Obst und Gemüse betraf. (Berwi - man hat uns vorige Woche eine Riesenkiste Boskop vors Haus gestellt - die schmecken auch jetzt schon hervorragend!) Und alles ohne Kühlschränke - hab schon mal von den berühmten "Kellerbergen" und den überall vorhandene Räucherkammern erzählt. Der Rest überwinterte in Mieten - hier "Feimen" genannt.
Was ist davon geblieben... Aber irgendwie hört man hierzulande morgens wieder mehr Hähne krähn als vor paar Jahren.
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 24.10.2008, 13:44 Titel:
Mit den Eiern hast du vollkommen recht. Man merkt den Unterschied. Wenns möglich ist holen wir sie auch direkt vom Bauern. Einmal hat der Bauer Eier zugekauft weil sie ihm ausgegangen sind. Haben sofort den Unterschied gemerkt und reklamiert. Dann ist er mit der Wahrheit herausgerückt. Man merkt auch vor dem Bauernhof macht die Profitgier nicht halt. Wir haben ihn ein paar Wochen mit Nichtkauf bestraft. Danach ist er wieder vernünftig geworden.
Die ich hole, sind alle von verschiedenen Hühnerrassen. Da sind braune, weiße, ockerfarbene und - grüne (kriegen alle das gleiche Futter) dabei und auch unterschiedlich große. Und wenn mir mal so ist, lauf ich zum Nachbarn und hol 'ne Schüssel gesprenkelte Wachteleier. Kostenlos. Aber das Gepelle... Mehr wegen des Gags.
Der Bauer, von dem ich sie hole - eigentlich über den Umweg meiner Eltern, die dessen Nachbarn sind - hatte auch schon mal Beschiss probiert! Der macht das auch nie wieder. Es ist mir tausendmal lieber, dass ich keine Eier von dem kriege, wenn die Tiere schlecht legen, als wenn er bescheißt.
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 24.10.2008, 14:48 Titel:
Stichwort Wachteleier. Da fällt mir doch gleich was nettes dazu ein. Ich weiss nicht in wie weiter ihr liebe Nachbarn die Wachteleierdiskussion unserer Politiker mitbekommen habt.
Folgende Belustigung des Volkes fand diesen Sommer im Wahlkampf statt. Im Zuge des rassanten Preisanstieges von Lebensmitteln hatte eine Partei die tolle Idee eben auf diese, die Mehrwertsteuer von 10 auf 5 % zu reduzieren. Man meinte mit dieser Maßnahme eine Wahnsinnserleichterung für die Konsumenten herbeizuführen. Jedenfalls kam dann gleich die gegnerische Partei, und meite so eine Steuersenkung würde am meisten den Reichen zugute kommen. Da diese insgesammt ja teurere Lebensmittel einkaufen und damit die größere Ersparniss hätten als die ärmeren, die ohnehin billig einkaufen müssen. Dabei wurden eben die Wachteleier, in einem Zug mit Gänseleber und Kaviar genannt. Darauf entbrannte die Diskussion ob der Wachteleier, wo doch die Verkäufer meinten die seien alles andere als Luxusgut. Jetzt kommt Frank daher, und sagt dass er sie einfach gegenüber holt (ganz steuerfrei!?). Zum Schluss sei gesagt, dass die Steuererleichterung auf Lebensmittel nicht gekommen ist, somit die Wachteleier gleich viel kosten wie vorher.
Der Sturm im Wasserglas! Da sieht man , mit was sich Regierungen befassen. Kein Wunder hatte Erwin Huber keine Zeit die Landesbank Bayern zu beaufsichtigen und musste tatenlos zusehen, wie diese Milliarden versenkten. Es ist doch nur noch zum Kotz.....
Esst Eier von Perlhühnern, die sind Cholersterin frei, wenn man sich schon aufregt!
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 24.10.2008, 16:05 Titel:
Ich habe beschlossen, mich in meinem letzten Lebensviertel, was morgen beginnt, nicht mehr aufzuregen und zu ärgern. Und wenn, dann nur noch für ordentliche Bezahlung!
Ansonsten ess´ ich Eier von eigenen Freilaufhühnern, so sie denn welche legen.
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 1180 Modell: Logan MCV Laurèate 1.6-16V, Austria
Verfasst am: 24.10.2008, 16:21 Titel:
Schon komisch. Seit dem Bankentheater sind die Mwst.-Steuer-Sorgen alle wie weggefegt. Aber mit der Finanzkrise sind die Herren da oben noch mehr überfordert. Normalerweise reg ich mich über sowas nicht so schnell auf, aber langsam wird mir auch Angst und bange wenn ich dauernd nur negativ Schlagzeilen lese. Um das cool wegzustecken muss ich noch zu lange arbeiten.
@ihc
hast recht, in Bayern ham`s den gleichen Sauhaufen wie bei uns.
Es gibt sie noch die Arbeitgeber mit sozialer Ader und Fürsorge für die Mitarbeiter.
Gerade genesen vom zweiten Herzinfarkt machte mir mein Chef folgenden Vorschlag. Da man bis zum Beginn meiner Rente in 5Jahren nicht auf mich verzichten möchte, wird meine Arbeitszeit auf 30 Stunden gesetzt, bei gleichem Gehalt.
Ich kanns immer noch nicht glauben......
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 24.10.2008, 16:51 Titel:
Der Dax hat mal heute die 4.000-Marke getestet.
Vor 3 Jahren -soweit ich mich erinnere- war der schon bei 2.700 nachdem er vorher schon bei über 8.000 war.
Die Firmen sind ja jetzt nicht weniger wert, lediglich werden sie nicht mehr für soviel wert gehalten.
Und 80 Mio Deutsche hören ja jetzt nicht auf zu essen, trinken, schlafen, autofahren, fernsehguggen, stöpseln usw.
Einen gewissen Grundumsatz gibt es immer.
Und wenn was Anderes billiger wird, gibt es mal immer wieder Leute, die zuzugreifen beginnen.
Anmeldungsdatum: 25.03.2007 Beiträge: 3437 Modell: Diesel-Kombi, 64.380 km
Verfasst am: 24.10.2008, 16:55 Titel:
norwoll hat folgendes geschrieben:
Trotz aller Aufregung über die Herren "da oben":
Es gibt sie noch die Arbeitgeber mit sozialer Ader und Fürsorge für die Mitarbeiter.
Gerade genesen vom zweiten Herzinfarkt machte mir mein Chef folgenden Vorschlag. Da man bis zum Beginn meiner Rente in 5Jahren nicht auf mich verzichten möchte, wird meine Arbeitszeit auf 30 Stunden gesetzt, bei gleichem Gehalt.
Ich kanns immer noch nicht glauben......
Und solche und ähnliche Cheffe gibt es viel mehr, als man gemeinhin annimmt.
Es werden ja i.d.R. nur die schlechten Nachrichten verbreitet.
norwoll - feiner Zug von Deinem Chef! Macht der das angesichts seines eigenen Gesundheitszustandes in einem Anfall von Nächstenliebe oder weil Du auch schon recht verfallen aussiehst und w e i l man ohne Dich nicht auskommt? Bisschen spitzfindig muss man schon nachhaken, weil es nicht alltäglich ist.
Berwi - wenn viele Gutes in sozialer Richtung tun würden von Unternehmerseite her, tät man es schon auch mitbekommen - wie dieses Jahr auch von dem einen kleinen (Pharma-??) Unternehmen, wo der alte Herr seinen Angestellten jeweils recht hohe Abfindungssummen aufs Konto reichte bei seinem altersbedingten Betriebsende. So ist doch eher Fakt, dass jeder Akt der "Wohltätigkeit" allerorts abgerungen werden muss. Die meisten stehen nicht in Lohn und Brot bei kleinen bescheiden dahinwurschtelnden Familienbetrieben. Gerade wieder aktuell sagt die Statistik, dass Arm und Reich in Deutschland gewaltig und stetig auseinanderdriftet - eine ganz böse Entwicklung, deren Eklat unsere Kindeskinder ausbaden müssen, wenn das so weiter geht. Auseinanderdriften heißt ja nicht, dass man immer weniger miteinander zu tun hat (das natürlich auch) - es heißt simpel, dass immer weniger immer reicher werden und immer mehr immer ärmer. Wohl dem, der davon in negativer Hinsicht relativ verschont bleibt - wie Du oder ich.
Ja wie - sollen jetzt Zahlen genannt werden? Könnte man ja die Frage auch so formulieren "Wer hat seinen Besitz selber redlich erarbeitet?"
Mein normaler Menschenverstand sieht es nicht als rechtschaffend an, dass Menschen dieser Gesellschaft sich fast einzig und allein durch Spekulation finanziellen Gewinn verschaffen. Zum Beispiel. Und Fakt ist auch, dass bestimmte Konzerne ständig riesige Gewinne einfahren übers Jahr - und deren Arbeitnehmer sehen kein Krümel mehr aus dieser Erfolgskurve auf dem eigenen Konto. Und genau dieses Verhalten bringt irgendwann den gesellschaftlichen Ruin - wie aktuell ein stückweit.
Wie heißt der Vogel, der im Wald herumspringt und keinen Unterhalt zahlen will - ÖffÖff oder so? Der denkt, er ist reich. Mancher ist reich an Liebe oder an Erfahrung - Du weißt aber schon, wie ich's gemeint hab - oder?
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