Verfasst am: 06.03.2010, 07:30 Titel: Welche LPG-Anlage für Umrüstung
Da trotz identischem Motor der Logan Express nicht ab Werk mit LPG angeboten wird...
1) Welche Anlagen gibt es fpr die Umrüstung?
2) Welche bekannten Probleme mache die jeweils?
3) Gibt es Unterschiede im Verbrauch?
4) Welche Anlage ist am Zuverlässigsten und welche am Sparsamsten?
Die Motoren sind nicht identisch ,andere Ventilsitze und Auslassventile bei den Gasmotoren ;)
Es gibt viele Gasanlagen ,die sich auch in der Qualität der Komponenten unterscheiden,original wird bei Dacia Landi Renzo Omegas Plus verbaut.
Es kommt nicht nur auf die Gasanlage an .
Erstens sollte der Motor dafür geeignet sein ,bei deinem Typ wird eine Anpassung der Ventile und Ventilsitze angeraten (gasfest machen).
http://www.vialle.nl/fileadmin/user_upload/Catalogus_Dacia_NL.pdf
Den Verschleiß der Ventilsitze kann man auch versuchen durch eine Additiv-zuführung hinaus zu zögern ,die beste Wirkung verspricht da ein System das elektronisch dosiert ,die optimale Menge jedem Zylinder separat zur Verfügung stellt .
http://www.valve-protector.com/shop/system/dereferrer?shop_param=url%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.si-elektronik.de%252Fexport%252Fvalveprotector%252FValvedocusequent.pdf
Zweitens kommt es auf die Erfahrung des Umrüsters und sein Talent die Anlage optimal einzustellen an (bei Magerlauf leidet selbst ein gasfester Motor)
Danke für die hinweise.
Mit "identische Motoren" meinte ich, daß sich der Express und der MCV nur
im Innenausbau unterscheiden und die Benzin-Motoren identisch sind.
Daß bei den serienmäßigen LPG-Motoren einige Teile gegen solche welche
die höheren Temperaturen besser verjraften getauscht sind,
ist mir durchaus bekannt.
Was ich wissen wollte, waren solche Dinge wie daß die Orginal Verbaute
Landi Renzo z.B. gerne Probleme im Stand bei der Umschaltung zwischen
LPG und Benzin macht, weil verschieden lange Schläuche verwendet wurden
und sowas. (Auskunft von einer Dacia-Werkstatt hier.)
Noch was..
ist diese " Anpassung der Ventile und Ventilsitze" auch nachträglich bei einer Umrüstung ausführbar?
Der Express wird ja nunmal schlichtweg nicht mit dem LPG-Motor angeboten (da hilft kein Fragen, Betteln oder Wünschen),
ergo steht meiner mit dem Benzin-Motor jetzt auf dem Hof und wird demnächst zugelassen
und dann in nächster Zeit umgerüstet.
Auf was sollte ich vor dem Vertragsabschluss mit dem Umrüster und
bei der Abnahme achten?
Was ich wissen wollte, waren solche Dinge wie daß die Orginal Verbaute
Landi Renzo z.B. gerne Probleme im Stand bei der Umschaltung zwischen
LPG und Benzin macht, weil verschieden lange Schläuche verwendet wurden
und sowas. (Auskunft von einer Dacia-Werkstatt hier.)
Die Orginal Verbaute macht eigentlich keine Probleme, ausser das Magnetventil am Gastank bzw der Stecker da. Bei neueren soll der Stecker besser sein. Bei älteren kommt irgendwann der Zeitpunkt wo man erstmal mit Benzin fahren muss, bis das Autohaus das Ersatzteil hat (dauert bei mir wohl 3-4 Wochen)
Was ich wissen wollte, waren solche Dinge wie daß die Orginal VerbauteLandi Renzo z.B. gerne Probleme im Stand bei der Umschaltung zwischen
LPG und Benzin macht, weil verschieden lange Schläuche verwendet wurden
und sowas.
Ich fahre nun schon fast zwei Jahre so ein Modell und kenne diesen Fehler nicht .
Wenn du mal nach 'Dacia LPG Probleme' googelst ,wirst du bei den werksseitig verbauten die schon genannte Magnetspule mit Korrosionsproblemen und tröpfelnde Kühlwasseranbindungen am Verdampfer finden . Beide Probleme dürften bei den aktuellen Fahrzeugen nicht mehr auftreten ,da abgeändert .
Seit 2007 sind in Pitesti etwa 40000 Fahrzeuge mit dieser Gasanlage ausgerüstet wurden.
.
Das die Einblasleitungen Unterschiede von 10 cm besitzen ist korrekt und ist durch Anordnung des Luftfilters beim 8ventiler begründet .
Es gibt noch eine andere Variante ,die mir persönlich Bauchschmerzen bereiten würde,da hier die Injektoren fast kopfüber montiert sind und das nicht gerade die optimale Einbaulage ist um ein verkleben zu vermeiden :
http://www.pictureupload.de/originals/pictures/070310130844_aafdhdjghgh.png
Eine erhöhte Temperatur im Gasbetrieb kommt nur mit einer zu Mager eingestellten Gasanlage oder z.B. wenn ein Injektor nicht mehr richtig funktioniert vor.
Ansonsten ist die Verbrennungstemperatur niedriger.
Der Verschleiß an den Ventilsitzen entsteht durch Mikroverschweißung zwischen Ventil und Sitz ,da die 'Schutzschicht' bestehend aus Verbrennungsrückständen vom Benzin fehlt.
Gleiche Materialien begünstigen den Effekt.
Wenn du dir das sequenziell dosierende Addivsystem einbaust ,sind die Chancen groß ,das dein Motor die 200000 ohne Schaden erreicht.
Dadurch soll die fehlende Schutzschicht wieder aufgebaut werden und das ist allemal günstiger wie eine Kopfrevission bei einem Neufahrzeug .
Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Ventilspiels und gegebenfalls eine Nachstellung.
Ich hatte bis jetzt von einem Fall in Bayern gelesen,wo ein MCV mit dem 1.6 Benzinmotor so eine Gasanlage ,wie in Rumänen verbaut wird ,als Nachrüstung mit voller Werksgarantie bekommen hat .
Das ist bei diesem Umrüster mit Daciavertretung erfolgt:
http://www.landirenzo-shop.de/shop/catalog/browse?shop_param=
Dort kannst du auch etwas über eine zusätzliche Motorgarantie lesen.
* Also hat eh jeder nur die Landi Renzo Anlage und es gibt somit erstmal nur diese eine Empfehlenswerte.
* Ich sollte bei der Bestellung auf diese Schmierung achten (Wäre das Flashlube?)
und mir keine ohne andrehen lassen.
* Der Austausch der Ventilsitze nachträglich gegen die gehärteten ist nicht sinnvoll.
* Bzgl. Prüfung des Ventilspiels: Wäre das in der regelmäßigen Wartung der Gasanlage oder muss ich da aufpassen, dass das zusätzlich gemacht wird?
der Rückschluss in deinem ersten Satz ist so nicht ok. Google doch mal nach Vialle, ist ein ganz anderes Konzept als die Anlagen, die das "flüssige Gas" erst mal in gasförmigen Zustand bringen (Eingriff in den Kühlkreislauf des Motors um den "Verdampfer" warm zu machen) und dann einblasen. Ich fahre die Vialle (injiziert das Gas flüssig) jetzt schon zwei Jahre im MCV 1.6 16v und bin sehr zufrieden. Kein Leistungsverlust spürbar, ganz im Gegenteil. Keine Nachfolgekosten wie z.B. der regelmäßige Austausch der Filter der Gasanlage bei Verdampfernlagen, etc.
Ob die Anlagen von Landi,Prins,BRC,Vialle ....zum Einsatz kommen ist nicht das entscheidende .
Der Umrüster sollte sein Handwerk verstehen und nicht der Preis als Maßstab genommen werden. Um da eine Empfehlung aus zu sprechen ,müsste man wissen in welcher Region du wohnst .
Nach 1-2000 km auf Gas (ich würde das Fahrzeug erst im Benzinbetrieb einfahren) sollte noch mal die Einstellung der Gasanlage überprüft werden und da macht es sich gut wenn der Umrüster aus der Region stammt .
Beim Additiv ,was auch manchmal als Schmierung bezeichnet wird , ist nicht der Name Flashlube ,Liqui Moly,Gas Lube .... entscheidend ,sondern die Konstruktion der Dosierung.
Das einfachste und preiswerteste ist eine 'Tröpfelflache' die per Unterdruck des Ansaugkanal gesteuert wird .
Das bedeutet im Leerlauf (großer Unterdruck) eine große Menge Additiv und bei Volllast umgekehrt .Bei dieser Variante ist es nicht steuerbar ,an welchem Zylinder die Tröpfchen ankommen .
Deshalb meine Empfehlung für dieses System : http://www.valve-protector.com/shop/page/22?shop_param=
Zu einer Gasanlage gehört auch ein Wartungsplan ,der bei einem Motor wie deinem auch die Ventilkontrolle beinhalten sollte .
Ich würde das Fahrzeug mindestens 1500km auf Benzin einfahren und dann mit dem Einbau der Gasanlage die Ventile auf Sollmaß bringen lassen ,nur so lässt sich auch nach 20000 weiteren Kilometern der Verschleiß an dieser Stelle beurteilen . Ich weiß aus eigener Erfahrung ,das die Ersteinstellung in Rumänien nicht immer optimal ist .
Dann kann man auch einschätzen ,ob der Intervall der Kontrolle verlängert werden kann,denn das ist ein Kostenfaktor von 100-150 € ,wenn man das nicht selbst kontrolliert und einstellt.
Vielen Dank für die Informationen,
hat mir schonmal sehr geholfen.
Die Region wäre der Breisgau/Hochschwarzwald.
Ich hol den Wagen dann erstmal ab und lass mir ein Angebot
zur Umrüstung mit genauer Bezeichnung der Bauteile und
Arbeiten machen. Dabei natürlich die hier abgesprochenen
Punkte zur Sprache bringen, damit ich den technisch bessten
Motor am Ende habe.
.. da möchte ich auch eine Lanze für Vialle brechen: Meine Erfahrungen (20TKM) sind ebenfalls gut im16V und die ganze Nachbearbeitung entfällt- somit spielt die Erfahrung des Monteurs keine Rolle.
Renault wollte mir stumpf eine Renzi einbauen- zum selben Preis, sogar noch etwas teurer, von den Additiven mal abgesehn...
da lohnt sich also auch ein weiter Weg wohl schon, Marcus! ;-).
Google doch mal nach Vialle, ist ein ganz anderes Konzept als die Anlagen, die das "flüssige Gas" erst mal in gasförmigen Zustand bringen (Eingriff in den Kühlkreislauf des Motors um den "Verdampfer" warm zu machen) und dann einblasen.
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